Aktuelles

Vom Glück eine Perle zu haben – ein Erfahrungsbericht

Am Anfang steht die Unsicherheit: Wie nennt man jemanden, dessen Beruf aus Putzen besteht: Raumpflegerin? Zu gestelzt. Putzfrau? Irgendwie abwertend. Ich habe mich für Perle entschieden, weil der Begriff sowohl Wertschätzung als auch Sympathie ausstrahlt. Seit ein paar Monaten nehmen meine Frau und ich die Dienste einer Perle in Anspruch.

Sie kommt an jedem Dienstag und verrichtet in Windeseile ihr Wunderwerk. Nicht, dass unsere Wohnung vorher unaufgeräumt oder schmutzig gewesen wäre, aber es ist schon erstaunlich, wie sehr sich die Arbeit von Amateuren von der Arbeit von Profis unterscheidet. Das ist nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch der professionelle Blick, der Staub sieht, wo ich ihn nicht mal vermute. Aber das ist noch lange nicht alles. Das Badezimmer blinkt, wie es nie zuvor geblinkt hat, Fließen, Armaturen, Keramik, Glas, alles sieht aus, als ob ich demnächst den Besuch eines ausländischen Staatsoberhaupts erwarten würde. Das ist eher unwahrscheinlich, aber wenn sich Elisabeth II. jemals nach Hannover in die List verirren würde, müsste ich mich über den Zustand unserer Nasszelle nicht schämen.

Staub auf Büchern, auf CDs, Regalen und Ablagen gehört der Vergangenheit an. Das wird vor allem Hausstauballergiker freuen, denn wer macht sich schon die Mühe, den Lesestoff wöchentlich abzustauben. Und wer hätte gedacht, dass die verdammten weißen Bodenfließen in der Küche, die in Windeseile jede Farbe außer der Originalfarbe annehmen können, so einen nachhaltige Sauberkeit verbreiten könnten. Überhaupt Böden: Ich gehöre nicht zu den Menschen, die gerne saugen und putzen, dementsprechend sieht das Laminat auch aus, wenn ich mal den Feudel in die Hand nehme. Wie die Perle es schafft, streifenfreien Glanz auf den schwierigen Belag zu zaubern, ist mir unbegreiflich. Man möchte tatsächlich an Magie glauben, aber die Heinzelmännchen waren es sicher nicht, die unlängst den Geschirrspüler ausräumten.

Die Liste der Wohltaten ist sicher länger, aber eines steht fest: Ich kann mir unser Leben ohne Perle nicht mehr vorstellen.

Mindestlohn – warum das nicht genug ist

Im März 2007 beschloss der Deutsche Bundestag die Einführung eines Mindestlohns für die Gebäudereinigungsunternehmen. Damit hatte unsere Branche eine Vorreiterfunktion. In regelmäßigen Abständen passt der Gesetzgeber die Löhne an, im kommenden Januar für die alten Bundesländer auf 8,55 Euro (Innenreinigung). Der Mindestlohn ist deshalb ein wichtiges Instrument, um die soziale Balance in unserem Land zu wahren. So wird einem unfairen Wettbewerb um die niedrigsten Löhne entgegengewirkt, auf diese Weise können wir Lohndumping verhindern. Besonders wirksam ist unser Lohngefüge im Hinblick auf das Lohnabstandsgebot: Menschen, die arbeiten, sollten finanziell deutlich besser gestellt sein, als Empfänger von Transferleistungen.

Trotz, oder vielleicht gerade wegen dieser Einsicht, haben wir bei Klützing Gebäudereinigung eine etwas andere Philosophie: Wir zahlen über dem gesetzlichen Mindestlohn. Aus gutem Grund, wie wir finden. Wenn absolute Qualität der Maßstab unserer Arbeit sein soll, brauchen wir auch die Mitarbeiter, die diesen Qualitätsansprüchen genügen können. Kurz, wir brauchen die Besten in unserer Branche und diese Leute sind nun mal etwas teurer. So einfach ist das.